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Blähungen während der Periode oder den Wechseljahren – eine Frage der Hormone

„Ich fühle mich mal wieder so richtig aufgedunsen.“ Millionen von Frauen kennen dieses Gefühl. Viele sind einmal im Monat selbst davon betroffen. Die natürlichen Schwankungen in ihrem Hormonhaushalt haben auch Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt. Probleme wie Blähungen, Blähbauch und Verstopfung sind nicht selten die Folge.

Von Verdauungsproblemen sind Frauen doppelt so häufig betroffen wie Männer. Das ist durch zahlreiche weltweite Studien belegt. Sie haben eine Prädisposition für funktionelle Bauchbeschwerden, die sich durch Blähungen, Völlegefühl, Krämpfe, und Verstopfung äußern können. Bei Männern sind die Symptome unterschiedlich, so eine Meta-Analyse von 22 Studien, und äußern sich eher durch häufigeren, wässrigen Stuhlgang und Durchfall.

Die Ursache bei der Entstehung ihrer Verdauungsprobleme ist bei den betroffenen Frauen eng mit Schwankungen in ihrem Hormonhaushalt verbunden. Einmal im Monat während der Menstruation, aber auch während der hormonellen Umstellungsphase in den Wechseljahren.

Wie Blähungen bei der Periode entstehen

Es gibt mehrere Ursachen, die die Entwicklung eines Blähbauchs während der Menstruation fördern.

1. Die Ernährung

Heißhungerattacken auf Süßes, Salziges und Fettes, also Schokolade, Chips und Fast-Food kennen viele Frauen aus eigener Erfahrung. Sie sind ein typisches Zeichen des so genannten Prämenstruellen Syndroms (PMS). PMS tritt in der zweiten Zyklus-Hälfte auf, also nach dem Eisprung und vor der Menstruation, und kann wenige Tage oder volle zwei Wochen andauern. Forscher der Justus-Liebig-Universität Gießen  haben herausgefunden, dass diese Vorliebe für Hochkalorisches mit dem Absinken des Östrogen- und Ansteigen des Progesteronspiegels zusammenhängen könnte. Progesteron wird in der zweiten Zyklus-Hälfte gebildet, also vor dem Einsetzen der Menstruation. Auf dessen Abbauprodukte reagiert der weibliche Zyklus besonders empfindlich. Doch überfordert ein Übermaß an Zucker und Fett in unserer Ernährung unsere Verdauung. Es können große Mengen an Gasen entstehen und dabei die so typischen Blähbauch-Beschwerden auslösen.

Eine Ernährungsumstellung kann dazu beitragen, die Symptome des PMS abzumildern: Verzichten Sie bewusst auf Schokolade, Alkohol, Koffein und Salz. Essen Sie insbesondere Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren sowie Vitaminen, wie z.B. Obst, Gemüse und Fisch. Nehmen Sie Mineralien wie Kalzium und Magnesium zu sich.

2. Das Hormon Progesteron macht den Darm träge

Progesteron bereitet die Gebärmutter auf eine Schwangerschaft vor und hält diese aufrecht. Das Hormon, auch Gelbkörperhormon genannt, wird vermehrt in der zweiten Zyklushälfte nach dem Eisprung ausgeschüttet. Es sorgt dafür, dass die Gebärmutter besser durchblutet wird. Gleichzeitig entspannt sich die Muskulatur – leider auch die des Darms. Die Verdauung wird träge, der Speisebrei langsamer verarbeitet. Das begünstigt Verstopfung und einen Blähbauch. Viele Frauen haben damit etwa ab dem fünften Zyklus-Tag zu kämpfen, manchmal können die Beschwerden bis zum Eintritt der Periode andauern. Zu Beginn der Periode fällt der Progesteronspiegel dann rasant ab, sodass Frauen häufiger die Toilette aufsuchen müssen.

Übrigens:

Kommt es zu einer Schwangerschaft, produziert die Plazenta das Hormon Progesteron. Daher haben Frauen während der Schwangerschaft häufiger Probleme mit Blähungen und Verstopfung.

Hormone des Verdauungstrakts – Weichensteller für Appetit und Verdauung

3. Prostaglandine kurbeln die Verdauung an

Kommt es jedoch zu keiner Befruchtung einer Eizelle, sinkt der Progesteronspiegel rasant wieder ab. Dafür werden mehr Prostaglandine produziert. Die Gewebshormone befehlen dem Körper zu krampfen und sich zusammen zu ziehen. Die Kontraktion der Gebärmutter ist nötig, um die „alte“ Schleimhaut abzustoßen. Leider wirken die Hormone aber nicht nur auf den Uterus, sondern auch auf den Darm. Prostaglandine können die glatte Muskulatur des Darms anregen und so zu Bauchkrämpfen, Blähungen und Durchfall führen

Darmprobleme in den Wechseljahren

Zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr kommen die meisten Frauen in die Wechseljahre bzw. Menopause. Während dieser Zeit sinkt der Östrogenspiegel, wodurch verschiedene Symptome hervorgerufen werden können. Typisch sind Hitzewallungen, dünner werdendes Haar, trockene Haut und Schleimhaut, eine erhöhte Reizbarkeit. Durch einen sinkenden Östrogen-Spiegel können Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Zudem kann sich der Stoffwechsel verändern, viele Frauen nehmen in dieser Lebensphase zu. In der Zeit um die Menopause ist es daher besonders wichtig, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. Reichlich Obst und Gemüse, Vollkornprodukte sowie hochwertiges Eiweiß sollten täglich auf Ihrem Speiseplan stehen.

Wie hängen Östrogen und Verdauung zusammen?

Der weibliche Östrogenspiegel hält die Cortisolkonzentration niedrig, sodass die Blutzuckerwerte und Blutdruckwerte im normalen Bereich liegen. Bildet sich im Zuge der Wechseljahre weniger Östrogen, bleibt das nicht folgenlos: Der Cortisolspiegel gerät aus dem Takt. Ohne den beruhigenden Einfluss des Östrogens kann zudem leichter Adrenalin im Körper ausgeschüttet werden. Erhöhte Adrenalinwerte schalten die Verdauungsfunktion ab. Doch wenn das Verdauungssystem nicht optimal arbeitet, können zahlreiche Beschwerden entstehen. Ein insgesamt verlangsamter Verdauungsprozess führt dann schnell zu Darmträgheit, Blähungen und Verstopfung.

Was hilft bei einem Blähbauch während der Periode – und in den Wechseljahren?

Meiden Sie an kritischen Tagen der Menstruation stark blähende Lebensmittel wie Zwiebeln, Lauch, Hülsenfrüchte. Versuchen Sie, aufkommende Heißhungerattacken zu steuern, indem Sie mit gesünderem Essen, mehr Sport und Entspannungstechniken darauf reagieren. Bauchmassagen haben ebenfalls einen positiven Effekt und regen die Verdauung an. Apfelessig ist ein altbekanntes Hausmittel bei Blähungen. Ihm wird eine leicht antibakterielle Wirkung zugeschrieben, was die Ausbreitung von Fäulnisbakterien im Darm unterdrücken kann. Mischen Sie 2 EL Essig in ein Glas lauwarmes Wasser und trinken Sie es dreimal täglich vor oder direkt nach den Mahlzeiten. Kleinere Portionsgrößen entlasten den Verdauungstrakt.

Auch wenn es nicht immer leichtfällt: Versuchen Sie, sich an den Tagen vor den Tagen ausgewogen zu ernähren. Setzen Sie auf eine vitamin- sowie ballaststoffreiche Ernährung, die satt hält und Heißhungerattacken vorbeugt. Greifen Sie zu frischem Obst sowie Gemüse und Vollkornprodukten. Verzichten Sie möglichst auf große Fleischmengen und vor allem auf Fertiggerichte. Auch Kräutertees wie Kamille oder Fenchel-Kümmel-Anis sorgen für Linderung.
 

Was hilft bei Durchfall während der Periode – und in den Wechseljahren?

Gönnen Sie sich Ruhe und trinken Sie genügend, um einen Flüssigkeitsmangel vorzubeugen. Eine Wärmflasche wirkt angenehm und beruhigend auf den Darm. Nehmen Sie ein paar Tage lang Schonkost zu sich, wie eine leichte, pürierte Möhrensuppe, Haferbrei mit einem geriebenen Apfel oder Zwieback.

Was hilft gegen Verstopfung während der Periode – und in den Wechseljahren?

Um das Stuhlgewicht zu erhöhen und den Darminhalt weich zu halten, sollten Sie besonders viele Ballaststoffe essen. Diese sind vor allem in Gemüse, Obst, Trockenfrüchten, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten zu finden.

Milchsäurehaltige Lebensmittel wie Sauerkraut und Sauermilchprodukte helfen, die Darmbewegung anzuregen. Probiotische Milchprodukte entfalten ebenfalls einen positiven Effekt auf die Verdauung. Leichte Bewegung an der frischen Luft, wie ein kurzer Verdauungsspaziergang nach dem Essen, helfen Ihrem Darm bei der Arbeit.
 

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Manchmal ist es nicht möglich, auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten oder die verdauungsfördernden Tipps zu befolgen. Dann wünscht man sich eine wirksame und gut verträgliche Therapieoption, die Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Bauchschmerzen zuverlässig lindert. Hier hilft Carmenthin® mit der hochdosierten Wirkstoffkombination aus Pfefferminzöl und Kümmelöl. Pfefferminzöl wirkt schmerzlindernd und entkrampfend. Kümmelöl entbläht und beruhigt. Dank der magensaftresistenten Verkapselung werden die Wirkstoffe genau dort freigesetzt, wo Beschwerden häufig entstehen, nämlich im Darm.

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Weitere Tipps für eine darmfreundliche Ernährung

  • Gut kauen: Kauen Sie Ihre Nahrung immer gründlich – schon dadurch beginnt der Verdauungsprozess.
  • Ausreichend trinken: Sorgen Sie für eine gute Flüssigkeitszufuhr – dies ist ebenso wichtig für Ihr Allgemeinbefinden wie für Ihr Verdauungssystem. Besonders magenfreundlich sind stilles Wasser, Kräutertee und verdünnte Fruchtsäfte. 
  • Sich Zeit lassen: Essen Sie bewusst und in aller Ruhe – nebenher zu essen schadet Ihrem Verdauungssystem, weil Sie meist zu hastig schlingen und oft zu viel essen.
  • Bewusst ernähren: Machen Sie sich Gedanken über Ihre Ernährung. Achten Sie besonders auf die ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen. Gute Lieferanten sind Vollkorngetreide, Gemüse, Hülsenfrüchte und Saaten.

Selbsttest „Magen-Darm“

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