Pflanzliche Hilfe bei Verdauungsstörungen

    Glaubenssätze rund um die Verdauung – wahr oder falsch?

    Über nichts wird häufiger gesprochen als über das Wetter und die Verdauung, und um kaum ein Thema ranken sich so viele Halbwahrheiten und Irrtümer. Hinter manchen Mythen steckt tatsächlich die Wahrheit, andere stimmen zumindest teilweise, aber viele sind trotz jahrzehntelanger Überlieferung schlichtweg falsch.

    Glaubenssätze rund um die Verdauung – wahr oder falsch?

    Über nichts wird häufiger gesprochen als über das Wetter und die Verdauung, und um kaum ein Thema ranken sich so viele Halbwahrheiten und Irrtümer. Hinter manchen Mythen steckt tatsächlich die Wahrheit, andere stimmen zumindest teilweise, aber viele sind trotz jahrzehntelanger Überlieferung schlichtweg falsch.

    Je mehr Ballaststoffe, desto besser für die Verdauung

    Das stimmt so nicht. Richtig ist, dass Ballaststoffe die Verdauung anregen. Doch „je mehr, desto besser“ gilt bei Ballaststoffen nicht, die optimale Menge liegt bei 30g pro Tag. Empfindliche Personen, die zu Verdauungsbeschwerden neigen, sollten leicht verträgliche und wenig blähende Ballaststoffe, wie z. B. Kartoffeln, Blattsalate oder feines Vollkornbrot bevorzugen und Kohlsorten, Hülsenfrüchte oder grobes Vollkornbrot eher meiden.

    Ein Schnaps nach dem Essen fördert die Verdauung

    Das ist falsch. Ein typisches Beispiel, das wohl jeder kennt, ist die Empfehlung, nach dem Genuss eines Schweizer Käsefondues einen Schnaps zu trinken. Genau dieser Fall wurde von Wissenschaftlern untersucht. An der Untersuchung nahmen 20 Personen teil. Sie wurden in vier Gruppen aufgeteilt: Die erste Gruppe trank Schwarztee zum Fondue und am Ende Wasser, die zweite Gruppe zuerst Weißwein, dann Schnaps, die dritte Gruppe Schwarztee und Schnaps und die vierte Gruppe Weißwein und Wasser. Die Forscher stellten fest, dass bei den Wein- und Schnapstrinkern die Magenentleerung über sechs Stunden, bei den Teetrinkern nur ungefähr vier Stunden dauerte.

    Fazit also: Hochprozentiges nach dem Essen ruft zwar ein wohliges und entspanntes Gefühl hervor, der Körper ist jedoch in erster Linie mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt und die Verdauung wird eher verzögert.

    Bananen führen zu Verstopfung

    Das stimmt so nicht. Dieser Mythos ist sicherlich entstanden, da Bananen gegen Durchfall helfen können. Bananen wirken auf natürlichem Weg regulierend auf die Verdauung. Sie enthalten verdauungsfördernde Ballaststoffe, darunter auch relativ viele Pektine. Pektine sind pflanzliche, für den Menschen unverdauliche Vielfachzucker mit der Eigenschaft, Gele zu bilden. Bei Durchfall können dadurch Krankheitserreger eingeschlossen und besser abtransportiert werden. Auch durch Magnesiummangel können Übelkeit und Durchfall entstehen. Da Bananen relativ viel Magnesium enthalten, kann sich ihr Verzehr in solchen Fällen ebenfalls positiv auswirken.

    Nach dem Essen sollst Du ruhen oder tausend Schritte tun

    Diese Volksweisheit ist zum Teil richtig. Eine kurze Ruhephase nach einer Mahlzeit hilft, den Verdauungsprozess in Gang zu bringen, aber auch Bewegung ist förderlich für die Verdauung. Allerdings sollte man intensive sportliche Aktivitäten, wie z. B. Joggen nach dem Essen vermeiden. Denn ansonsten wird das Blut, das für die Verdauung benötigt wird, zur Muskulatur transportiert und dadurch das Verdauungssystem gehemmt.

    Antibiotika schädigen die Darmflora

    Das ist richtig. Antibiotika üben einen negativen Einfluss auf die Darmflora aus und das über einen sehr langen Zeitraum. Diese keimtötenden Substanzen verändern die Zusammensetzung des Mikrobioms. Liegen hier Störungen vor, werden Kohlenhydrate oft schlechter abgebaut und verbleiben im Darm. Das verhindert die Resorption von Wasser und kann zu Durchfällen führen. Antibiotika fördern auch die Ausbreitung von resistenten, möglicherweise gesundheitsschädlichen Bakterien im Darm, was ebenfalls Probleme verursachen kann. Die genauen Auswirkungen eines Antibiotikums auf die menschliche Darmflora lassen sich jedoch nur schwer verallgemeinern.

    Der Darm muss regelmäßig entschlackt werden

    Das ist falsch. In den traditionellen hinduistischen Behandlungsmethoden des Ayurveda ist die sogenannte Entschlackung etabliert, in der westlichen Welt kennt man sie erst seit Ende des 19. Jahrhunderts. Sie beruht auf der Theorie auf, dass Darm und Nieren Giftstoffe enthalten und diese zur Krankheitsentstehung beitragen, wenn sie nicht aus dem Körper entfernt werden. Eine positive Wirkung dieses Verfahrens auf die Verdauung oder Gesundheit konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Beim normalen Verdauungsprozess bleiben keine Gifte oder Schlacken zurück, der postulierte Wirkmechanismus entspricht nicht dem heutigen Stand der medizinischen Wissenschaft.

    Stress schlägt auf die Verdauung

    Das stimmt. Viele Menschen reagieren auf Stress mit Magenschmerzen, Durchfall oder anderen Verdauungsproblemen. Redewendungen, wie z. B. "das hat mir den Appetit verschlagen" oder "wenn ich nur daran denke, bekomme ich schon Bauchschmerzen" weisen auch darauf hin. Hintergrund ist: Neben dem zentralen Nervensystem existiert das enterische Nervensystem, im Volksmund auch Bauchhirn genannt. Diese beiden Systeme sind eng miteinander vernetzt und können sich gegenseitig beeinflussen. Hat man also Ärger oder Stress, bekommt der Bauch das über diese Standleitung auch direkt zu spüren und reagiert entsprechend.

    Wirksame Hilfe aus der Natur mit Pfefferminze und Kümmel

    Altbekannt, aber trotzdem kein falscher Mythos ist, dass die ätherischen Öle aus Pfefferminze und Kümmel gegen Verdauungsbeschwerden helfen. Pfefferminzöl wirkt krampflösend und schmerzlindernd, Kümmelöl entbläht und hemmt die Gasbildung. Das pflanzliche Arzneimittel Carmenthin® (rezeptfrei erhältlich in der Apotheke) kombiniert diese beiden Öle in hochdosierter Form. Durch die synergistische Wirkung wird auch eine übersteigerte Schmerzempfindung im Bauchraum reduziert. Die magensaftresistente Weichkapsel löst sich erst im Darm auf und wirkt somit dort gegen Beschwerden, wo sie entstehen. Auch bei häufiger Einnahme ist das pflanzliche Präparat gut verträglich.

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